Der Weblog der Piratenpartei im Berchtesgadener Land

Gerade las ich, dass Wissenschaftler sich nun auch mit der Optimierung der Partnerwahl und der Umsetzung der Erkenntnisse in Partnerschaftsbörsen beschäftigen. Was sich über Millionen von Jahren für konkrete Kontakte bewährt hat, bedarf nun im virtuellen Raum der Optimierung durch Experten. Geschlechterbeziehungen im Internet können sich nicht nach bewährten Aspekten von  Attraktivität entwickeln und es geht  ja bei Partnerschaft nach unserem heutigen Verständnis nicht um Reproduktion, sondern um Nachhaltigkeit.

Es ist schon länger bekannt, dass die ökonomischen Überlegungen der Eltern tragweiter sind als die romantischen Stimmen zweier Herzen. An die Stelle der natürlicherweise hochmotivierten Eltern, tritt nun die psychologische Kompetenz von Experten. Sie analysieren den Zusammenhang einer großen Anzahl von Variablen mit der Dauer von Partnerschaften und ermitteln Erfolgsfaktoren für lange Partnerschaften. Wir wissen zwar, dass das beim Unternehmenserfolg und in Bezug auf das Lebensalter nicht funktioniert, aber das Vorgehen erscheint doch sehr einleuchtend. Wenn wir mal sehen, wie fleißig und anhaltend entsprechende Anbieter Google mit Anzeigenschaltungen beauftragen, können wir abschätzen, dass sich ein ein großer und steigender Anteil der Internetaktivitäten um dieses Thema dreht. Während wir einerseits darüber diskutieren,  mit welcher Legitimation unser Staat eigentlich die eine oder andere Datensammlung anlegt und aus Protest auf die Straße gehen, scheint das dann, wenn es um den  finalen Partnerschaftsk(f)ick geht, keine Rolle mehr zu spielen. Auf dem Altar eines wissenschaftlichen Nimbus und um eines solch hehren Zieles Willen opfern wir Vorbehalte und machen die erdenklichsten Angaben. Dass die wie im realen Leben nicht immer stimmen,  ist wohl selbstverständlich. Aber es ist anzunehmen, dass hier unkontrolliert große Datensammlungen am Entstehen sind,  die durch Bezüge zur Realität über das Inkasso sowie  die Notwendigkeit konkreter Verabredungen von Personen wesentlich wertvoller sind als die Google Sammelei (wobei Google ja auch durch Inkasso nun auch versucht, solche harten Daten einzusammmeln). Also aufpassen, bevor das Hinrn nach unten rutscht!

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