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Wer sind die deutschen Gläubiger Griechenlands?

Als Gesamtsumme der deutschen Gläubiger wird angegeben: lt. Neuem Deutschland 28 Milliarden, häufiger noch 34 Milliarden – vor einiger Zeit sprachen wir hier im Blog von 43 Milliarden. Im Neuen Deutschland wird zusammengestellt: „Die meisten Darlehen hat mit 7,9 Milliarden Euro ebenfalls ausgerechnet die HRE angehäuft. Das seit Kurzem als Deutsche Pfandbriefbank firmierende Institut konnte nur durch Kapitalspritzen und Bürgschaften des Staates 2009 die Finanzkrise überleben. Einen weiteren Milliardenverlust könnte sie nur schwerlich verdauen. Dies gilt ebenso für die Commerzbank/Dresdner Bank, die um 3,2 Milliarden Euro bei einer Griechen-Pleite fürchten müsste. Auch die überlebte die große Finanzkrise nur durch eine (Teil-)Verstaat- lichung. Die Postbank, an der die Deutsche Bank beteiligt ist, sorgt sich um 1,3 Milliarden. Öffentlich-rechtlichen Sparkassen und Landesbanken sowie den Genossenschaftsbanken scheinen hier keine großen Gefahren zu drohen. Betroffen wären dagegen die Versicherungen Allianz (0,9 Milliarden Euro) und Münchner Rück (2,1)“ – das macht also 15,4 Milliarden Euro – ca. die Hälfte. Freie Presse berichtet noch:  „Griechenland schuldet demnach Nordrhein-Westfalens Landesbank WestLB über eine Milliarde Euro, der Landesbank Baden-Württemberg zwei Milliarden Euro“. Die Tagesschau informiert noch: Bayern LB ist mit weniger als 300 Millionen Euro im Risiko. Mit diesen 3,3 Milliarden haben wir eine Summe von 18,7 – Rest auf 34 macht
15,3 Milliarden € ungeklärtes Interesse (bzw. 24,3 Milliarden in Bezug auf Jahnke)
an der Übernahme des Risikos durch die Steuerzahler.

Jedenfalls finden wir viele Bekundungen der Deutschen Bank (z.B.) im Sinne :  „Das ‚direkte‘ Engagement der Bank in dem südosteuropäischen Land sei begrenzt, hatte Finanzvorstand Stefan Krause am Dienstag im Rahmen einer Telefonkonferenz für Analysten gesagt.“ – Meint er nur die 30% Beteiligung auch an den Risiken der Postbank – oder dreht es sich hier aus Sicht der Deutschen Bank wieder mal nur um Peanuts?

Jedenfalls werden nicht nur in Griechenland Statistiken gefäscht.

Ebenfalls bei Jahnke liest man: „Die Aktiva der griechischen Banken haben sich dagegen seit 2000 von 233 Mrd. € auf 579 Mrd. € mehr als verdoppelt.[16] Von einer Heranziehung dieses Kapitals zur Schuldentilgung, das zudem wegen der Bankenkrise staatliche Unterstützung erfahren hat, ist aus naheliegenden Gründen keine Rede.“ Ein interssantes Interview findet sich im DLF mit dem Vermögensverwalter Flossbach: „Nicht dem Land, sondern den Banken, die zum Teil Milliardärsfamilien gehören, werde mit dem Hilfspaket für Griechenland geholfen.“ Irgendwo stand ja, dass nicht wirklich Geld aus D flösse, es wären nur Bürgschaften…  und woanders, jedenfalls würde der reichste Grieche durch die Aktion mit einem Schlag um 1,5 Milliarden reicher ….

Es ist klar und deutlich „die Griechen“ sind selbst schuld an ihrer Krise –  man kann schon auch verstehen, wenn die Bevölkerung Griechenlands zunächst mal nicht spart, sondern die Banken anzündet. Der Krug geht zum Brunnen ….

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